So sollte es niemals nicht aussehen, wenn Unternehmen twittern. Ganz großes Kino gab es heute bei Trendopfer – ich habe mich köstlich amüsiert über diese spitzfindige und mit viel Liebe zum Detail geschriebene Satire.
FW Re Re: Tweet#1
Freitag, 10:30 Uhr
Hallo K, die Abteilung X will jetzt twittern. Schau mal drüber, das geht dann zur Freigabe an M.
Heute Mittagessen?
LG F.
[...]
FW: Re: FW: Re: Re: Tweet#1
Freitag, 12:30 Uhr
Hallo H., aus Sicht des Pressesprechers gibt es gegen den Tweet keine Einwände. Ich schicke es jetzt an M. zur Freigabe. Der Tweet sollte dann spätestens heute Abend online sein.
Hallo H., es interessiert hier nicht, was im Internet „normal“ oder „nicht normal“ ist. Wenn eure Abteilung über twitter Nachrichten verbreitet, dann macht sie das im Namen unseres Unternehmens. Das beinhaltet aber auch die korrekte Schreibweise. Bitte haltet euch an die von Herrn M. und K. freigegebene Version (siehe Mail von Montag, 10:05 Uhr).
Im Übrigen wäre es zu begrüßen, wenn ihr einen Kommunikationsplan für die tweets der kommenden 14 Tage erstellen könntet. Dann haben wir mehr Planungssicherheit.
Viele Grüße F.
[...]
tweet#1
Montag 14:56 Uhr
CC: _alle
Liebe Kollegen,
unser erster tweet ist soeben veröffentlich worden. Leider hat die Freigabe etwas länger gedauert. Ich habe euch ein Bildschirmfoto angehängt.
Sollten Unternehmen dem derzeitigen Web 2.0-Hype folgen und Twitter für ihre Unternehmenskommunikation nutzen? Und wenn ja, wie twittern Unternehmen richtig? Gibt es ein Patentrezept?
Diese und andere Fragen beantwortet Nicole Simon, Autorin von “Twitter – mit 140 Zeichen zum Web 2.0“, in ihrem Vortrag auf der next09. Sehr sehenswert und informativ. Anschauen!
Da zurzeit ja massenweise Artikel in bester Frühlingslaune aus dem Boden sprießen, in denen über den Sinn und Unsinn von Twitter geschrieben wird, war auch ich schon drauf und dran, nun mal meinen persönlichen Senf dazu zu geben.
Heute habe ich dann aber diesen Artikel bei Mela gelesen.
Auszug:
Tja, und Twitter.. wer braucht das eigentlich?
Wie oben erwähnt unterhalten sich die Nutzer ja nur über unwesentliche Dinge.
Sicher. Ist total unwesentlich für Vollhorst-Journaille wenn ich bekannt gebe Rückenschmerzen zu haben. Das ich dadurch in Minutenschnelle einen Chiropraktiker in der Nähe empfohlen bekomme ist für mich allerdings sehr wesentlich. Spart mir ja nur mal alle entsprechenden Einträge der gelben Seiten durchzulesen und am Ende einen zu erwischen der zwar viele Termine frei hat.. aber nichts auf dem Kasten.
Twitter ist ein Werkzeug, wie so viele andere Kommunikationswerkzeuge auch. Hat man je gehört das ja kein Mensch eine Pinwand braucht weil sich niemand vorstellen kann, das man nicht nur “Susi ist doof”-Zettelchen daran aufhängen kann, sondern auch den aktuellen Stundenplan? Das man kein Telefon braucht weil “Wie gehts dir, mir gehts gut.” ja eh niemanden interessiert? Keine Gehsteige weil der Nachbarsklatsch der darauf stattfindet total belanglos ist?
Jedes Kommunikationswerkzeug kann man sowohl für Brandwichtiges nutzen “Elbtunnel vollgelaufen. Weiträumig umfahren.” als auch für Blödsinn: “Gehe pinkeln.”
Aber nicht der Blödsinn macht ein Medium aus, sondern der Nutzen.
Ja, wo sie recht hat, hat sie recht. Manche Dinge werden meiner Meinung nach einfach viel zu verbissen gesehen. Wer twittern will, soll twittern. Wer keine Lust hat, soll lassen. Es wird schließlich keiner gezwungen ;-)
Ich bin ein Spielkind und muss alles Neue Web 2.0-Krams immer gleich ausprobieren. Heute habe ich bloglovin’ entdeckt. Was man damit machen kann? Kurz gesagt: Die eigenen Lieblingsblogs übersichtlich zusammenfassen. Ja, ich weiß, es gibt doch schon Feedreader und das Prinzip von bloglovin’ ist recht ähnlich. Aber ich gebe zu: Mich hat auch die Optik sehr angesprochen, denn dieser recht frische Dienst aus Schweden ist einfach bestechend schlicht, übersichtlich und irgendwie süß.
Der Aufbau erinnert sehr stark an Twitter: Man kann seinen Blogfavoriten folgen, diese verschiedenen Gruppen zuordnen und auch einzelne Postings speichern. Auf den Detailseiten der Blogs werden nähere Infos angezeigt wie die Anzahl der Follower, Kategorien und die letzten Artikel. Mit “Create Blogmix” kann man sich schließlich seinen eigenen Blogstream zusammenbasteln und hat alle seine Lieblingsblogs gebündelt auf einer Seite im Blick.
Im Textsektor den Schmunzler des Tages gelesen: Belegte Mitarbeiter, die kompetente keine Hilfestellung bieten und bei einer Störung des Internets auf Lösungsangebote im WWW verweisen.
Originelle Schimpfwörter der Botanik und Zoologie bei wort-gestalten. Mein persönlicher Favorit: Du grüner Giftwulstling.
Kaum ein soziales Netzwerk hat in den letzten Jahren so viel Popularität erfahren, wie der Microblogging-Dienst Twitter. Vielen ist der Sinn von Twitter allerdings immer noch verborgen geblieben. Auf den ersten Blick scheint Twitter für die meisten Nutzer einer dieser typischen Web 2.0-Anwendungen zu sein, die nur der Prokrastination dienen – einfach nur banal und weitere 140 Zeichen, die die Welt nicht braucht.
Aber ich muss das doch mal loswerden: Twitter ist mehr als reines Geplauder und Geplapper, um sich die Zeit zu vertreiben. Immerhin nutzen weltweit ca. 5 Millionen Menschen diesen schnellen Informations- und Kommunikationskanal – und die Userzahlen wachsen permanent weiter.
Dafür sprechen auch gute Günde:
Kurze und prägnante Botschaften auf 140 Zeichen reduziert.
Schnelligkeit, einfache Bedienung und aktuelle Infos gebündelt im eigenen Twitter-Stream.
Flexible Eingabemöglichkeiten: Twittern kann man von überall, via Handy oder PC.
Schneller und stetiger Informationsfluss z. B. durch weitgestreute Links.
API-Schnittstellen machen die Nutzung unterschiedlichster Kanäle möglich.
Mehr Interaktion mit Lesern, Kunden und Geschäftspartnern. Im Vordergrund steht eine wechselseitige Kommunikationsbeziehung statt eines einseitigen Informationsstromes.
Fazit: Two-in-one
Twitter macht Spaß und bündelt gleichzeitig Informationen – was will man mehr? Ob als internettes Großraumbüro für den kleinen Schwatz zwischendurch, oder als stets aktueller Nachrichtenkanal: Eben diese Vielseitigkeit macht den Microblogging-Dienst so attraktiv.
Und wer noch nicht weiß, wie Twitter genau funktioniert – hier ein ZDF-Video über Twitter:
Wir sehen uns dann bei Twitter, oder? Just Follow me ;-)
Bei Risiken und Nebenwirkungen ändern Sie die tägliche Dosis oder fragen Sie die Texterin - führendes Teammitglied der webathleten.
Text | PR | Social Media | Online-Redaktion | Kommunikationsberatung | SEO | SEM | Webdevelopement | Konzept & Coaching - fit fürs Internet mit den webathleten.